Medienerziehung zu Hause – Das Wichtigste auf einen Blick
- Lassen Sie jüngere Kinder mit Medien nicht allein. Nutzen Sie die Medien gemeinsam und sprechen Sie über das Gelesene, Gehörte oder Gesehene. So kann Ihr Kind die Inhalte besser verarbeiten.
- Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt im Internet surfen und sich nur in Kinderchats austauschen, da in diesen die Sicherheit durch einen Moderator gewährleistet ist, der ggf. Inhalte sanktioniert. . Am besten vereinbaren Sie klare Chat-Regeln und legen gemeinsam einen Favoriten-Ordner mit von Ihnen mit ausgesuchten Internet-Seiten an.
- Älteren Kindern sollte deutlich gemacht werden, dass das Internet ein Raum ist, in dem jeder anonym bleibt und welche Folgen es haben kann, wenn sie ihre Anonymität aufgeben: Werbung, SPAMs und möglicherweise Belästigungen.
- Ihr Kind sollte an der Auswahl der Medien teilhaben. Gehen Sie auf seine Vorlieben ein, auch wenn nicht alles immer Ihrem Geschmack entspricht. So fühlt sich Ihr Kind ernst genommen und ist motiviert, sich mit den Medien zu beschäftigen.
- Um Handygebühren unter Kontrolle zu halten, empfiehlt es sich, Prepaid-Handys zu kaufen, die mit Guthaben aufgeladen werden müssen. So läuft das Kind nicht Gefahr zu hohe Kosten für Gespräche, SMS, Internetnutzung, Musik hören etc. zu erzeugen.
- Das Angebot an Fernsehsendungen ist fast nicht überschaubar. Deshalb wählen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind das Fernsehprogramm aus. So kann Ihr Kind sich gezielt mit den Inhalten beschäftigen und diese verarbeiten, oftmals können diese Inhalte auch als Gesprächsanlass dienen.
- Vereinbaren Sie bei allen Formen der Mediennutzung einen festen Zeitrahmen, der dann auch verbindlich ist.
- Bei Konsolen- und Computerspielen sollten Sie als Eltern sich natürlich zum einen an den Interessen Ihres Kindes, zum anderen aber auch an der Alterskennzeichnung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) orientieren. Ein Hinweis auf besonders kindgerechte Spiele können Auszeichnungen wie der Deutsche Kindersoftwarepreis TOMMI oder der Pädi-Preis sein.
- Ihr eigenes Medienverhalten beeinflusst die Mediennutzung Ihres Kindes – Sie sind sein Vorbild! Überlegen Sie daher, wie und in welchem Umfang Sie Medien im Familienalltag nutzen.
- Medien sind kein geeignetes Mittel, um Kinder zu belohnen oder zu bestrafen. Die Medienerziehung sollte klaren und transparenten Regeln und Ritualen folgen, die für das Kind verständlich sind.
- Qualität statt Quantität! Damit Sie wissen, womit Ihr Kind seine Zeit verbringt, schauen bzw. hören Sie sich die entsprechenden CDs, Bücher, DVDs, Computerspiele etc. vorher an und begleiten Sie Ihr Kind stets bei der Mediennutzung.
Generell gilt: Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer ganz anderen medialen Welt auf als noch ihre Eltern. Die neuen Medien stehen nicht in Konkurrenz zum Buch, sondern ergänzend dieses oftmals auf besonders produktive Weise. Wenn Eltern alte und neue Medien in Kombination als gewinnbringend für ihr Kind betrachten und sowohl Lese- als auch Medienkompetenz, eben sie ihrem Nachwuchs den Weg in die digitale Welt. Dies kann auf Zukunft betrachtet bessere Lernchancen ermöglichen und ist somit ein essentieller Schritt für ein späteres erfolgreiches Berufsleben.
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