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Vorstellung des mec in "merz" im Februar 2009

 

„mec - der Medienpädagogische Erzieher/innenclub" - ein rheinland-pfälzisches  Modellprojekt

 

„Computer, Fernsehen, Medienwelt,

das ist es, was uns kids gefällt.

Doch wichtig ist's, das zu verstehen

und RICHTIG damit umzugeh'n.

Der mec erklärt uns WIE und WAS,

er macht uns medienfit - und SPASS!!"

 

Solche kreativen Ideen entwickeln Kinder, wenn sie spielerisch an medienpädagogische Themen herangeführt werden. Dieses Kurzgedicht haben Vorschulkinder vom „Haus des Kindes" in Stadecken-Elsheim (Rheinhessen) verfasst und im Rahmen der „mec-Auftaktveranstaltung im November 2008 in Mainz vorgetragen. In dieser Kita, die eine von zehn so genannten Konsultationskitas, die es verstreut in ganz Rheinland-Pfalz gibt, wird Medienarbeit großgeschrieben. Das ist nicht die Regel und es gibt immer noch Einrichtungen der Kindertagespflege, die einer aktiven Medienarbeit eher skeptisch gegenüber stehen.

Der neu gegründete mec - Der medienpädgogische Erzieher/innenclub will hier Aufklärungsarbeit leisten und allen rheinlandpfälzischen Kitas Anleitungen für die praktische Medienarbeit mit Kindern im Vorschulalter zur Verfügung stellen.

 

Medien gehören zum Kinderalltag

Er unterscheidet sich in vielen Dingen von dem vergangener Zeiten - der Kinderalltag von heute. Es stehen weniger bzw. andere Spielräume zur Verfügung, in vielen Familien sind beide Elternteile berufstätig und eine Vielzahl von Medien übt eine große Anziehungskraft auf Kinder aus und beeinflusst ihren Tagesablauf: Computer, Fernsehen, Handy, Radio, i-Pod und auch Zeitschriften und Bücher. Mit großer Begeisterung wird gesurft, gespielt, gechattet, ferngesehen und auch gelesen - und am liebsten alles gleichzeitig. Diese Veränderungen spiegeln sich auch im Kita-Alltag wider und fordern von den pädagogischen MitarbeiterInnen Fachwissen im Umgang mit diesen Medien. Dabei spielt die Divergenz der unterschiedlichen Medien eine große Rolle. Entscheidend ist - und da sind sich alle Pädagogen landauf und landab einig, dass Kinder den richtigen Umgang mit allen Medien lernen und je früher desto besser. Damit das gut gelingt, brauchen die Kinder medienkompetente Erwachsene.

 

Der mec und sein medienpädagogisches Angebot für die Praxis

Genau hier setzt der neu gegründete mec an, dessen offizieller Startschuss am 17. November 2008 in Mainz fiel. Gemeinsam mit medien+bildung.com, einer Tochtergesellschaft der LMK (Rheinlandpfälzische Landeszentrale für Medien und Kommunikation), die den mec unterstützt, bietet die Stiftung Lesen diesen Service für Erzieherinnen und Erzieher an. Manfred Helmes, Direktor der LMK Rheinland-Pfalz meint zu dem neuen Projekt: „Angebote zur Orientierung in einem unübersichtlichen Mediendschungel für pädagogisches Fachpersonal und alle an der Erziehung von Kindern und Jugendlichen Beteiligten sind wichtige Bestandteile eines umfassend verstandenen Jugendmedienschutzes. „Dieser gehört zu den Kernaufgaben der LMK. Darum unterstützen wir sehr gerne den „mec", der genau hier ansetzt".

Dezentral und wohnortnah werden im Rahmen dieses einmaligen Netzwerkangebotes pädagogischen Fachkräften in Zusammenarbeit mit Fachberatungen und Weiterbildungsträgern Fortbildungsseminare angeboten. In mehr als 40 Kursen zu 10 verschiedenen Themenkomplexen können interessierte ErzieherInnen im kommenden Jahr ihr medienpädagogisches Knowhow vertiefen und erweitern. Die Seminare sind vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium als zertifizierte Qualifizierungsmaßnahme anerkannt und gefördert.

Neben praktischen Anregungen zur Arbeit mit den Medien Fernsehen, Video und Computer, gibt es auch einen Schwerpunkt zur (Vor-)Leseförderung. Denn Bücher eigenen sich besonders, um kleine Kinder auch in ihrer sprachlichen Entwicklung zu fördern. Ein Bilderbuch lädt zum Dialog ein, beim Vorlesen tauschen sich der Vorleser und der Zuhörer aktiv aus, sprechen über das, was im Buch passiert. Dieser Aspekt liegt besonders der Stiftung Lesen am Herzen, die seit 20 Jahren Leseförderung für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen betreibt.

Somit ergänzen sich die beiden mec-Kooperationspartner gut: Der eine deckt den kreativen Umgang mit den audiovisuellen Medien ab und der andere richtet sein Augenmerk auf die Literacy-Erziehung.

Ein vierteljährlicher mec-Newsletter, der über aktuelle Themen der frühkindlichen Bildung informiert  und die Homepage www.mec-rlp.de, die viele Infos zu den Themen „Medienpädagogik" und „Medienerziehung" vorhält, runden das Angebot ab. Alle rheinland-pfälzischen Erzieherinnen und Erzieher können kostenfrei Mitglied im mec werden und Materialien zu Literacy und Medienpädagogik erhalten. Und ein wissenschaftlicher Beitrat begleitet das Projekt.

 

Am mec interessierte Erzieherinnen und Erzieher aus Rheinland-Pfalz können sich gerne bei Birgid Dinges oder Sigrid Strecker melden. Kontakt: Birgid Dinges/Sigrid Strecker; mec - Der medienpädagogische Erzieher/innen Club; c/o Stiftung Lesen; Römerwall 40; 55131 Mainz; Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

  

Sabine Bonewitz

Stiftung Lesen

Pressesprecherin im Referat Familie & Kita

Tel.: 06131-28890-39

 

E-Mail: Sabine.Bonewitz@stiftunglesen

 

 

Artikel ist erschienen in:

merz medien + erziehung. zeitschrift für medienpädagogik. Nr. 1, Februar 2009, S. 77-78.

     

 
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